PRÄKOLUMBIANISCHER SCHMUCK

 

„ELDORADO", das sagenhafte Goldland, hat seinen realen Hintergrund in der präkolumbianischen Kultur der Muisca, die uns durch Berichte aus der frühen Kolonialzeit überliefert sind. Da die Spanier alles Gold, das sie bei ihren Eroberungen erbeuteten, zum Transport nach Spanien einschmolzen, ist nur den archäologischen Grabfunden, die teilweise bis 800 v.Chr. zurückdatieren, das Wissen um die hohe Goldschmiedekunst der Muisca zu verdanken. Heute ist eine große Zahl des gefundenen Goldschmucks in staatlichem Besitz und im MUSEO DEL ORO in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, ausgestellt.

Das Gold hatte für die Indios keinen materiellen Wert an sich. Erst zu Schmuck oder zeremonialen Objekten verarbeitet gewann es Bedeutung, wurde zum Bindeglied zwischen Göttern und Menschen. Die Motive sind zahlreich: Kronen, Diademe, Anhänger, Broschen, Ketten mit Tiermotiven aus der heimischen Tierwelt (Frosch, Eidechse, Schlange, Affe, Raubkatze ), aber auch imaginäre Mischwesen, stilisierte tier­menschliche Figuren, denen man mystische Kräfte zusprach. Der Gott Sonne ist ebenfalls ein beliebtes Motiv.

Die Schmuckstücke entstehen heute großteils wie schon vor 1000 Jahren. Nur der Kern (früher aus Kupfer und/oder Gold) wird heute aus einer speziellen Silber/Zinn-Legierung gefertigt und 24-Karat vergoldet.

Der Schmuck ist nickel-, zinn-, bleifrei. Daher dunkelt er auch nicht nach.

Achtung: Kontakt mit Cremes, Haarspray, Parfüm sowie Pool­oder Meereswasser vermeiden!